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Schloss Dermbach

Das Schloss wurde 1707 durch den Fuldaer Fürstabt Adalbert von Schleifras mit der Übernahme des Amtes Fischberg Dermbach durch das Bistum Fulda erbaut. Das Schloss besteht aus drei schlichten Gebäuden im Barockstil, die einen weiten rechteckigen Hof umschließen. Einen architektonischen Schmuck an der ganzen Gebäudegruppe bilden das prächtige Wappen des Erbauers über dem Portal des Hauptgebäudes und die Sandsteinwandungen der Türen und Fenster. Bemerkenswert im Innern des Hauptgebäudes ist der eindrucksvolle Treppenaufgang.

Das gesamte Schlossgrundstück ist mit einer mächtigen Sandsteinmauer umgeben, welche 1717 Fürstabt Konstantin von Buttlar errichten ließ. Das Schloss war bis 1815 Verwaltungssitz des Amtes Fischberg- Dermbach. Nach dem Wiener Kongress kam das Amt zum Großherzogtum Sachsen Weimar - Eisenach.

1850 wurde das Gebäude Sitz des 4. Verwaltungsbezirkes mit allen zugehörigen Ämtern.

1918 wurde die 4. Bezirksdirektion aufgelöst und die Ämter nach Eisenach verlegt. Es blieben nur noch das Forstamt und die Polizeistelle bestehen.

1932 wurden in einigen Räumen ein Museum und später eine Jugendherberge eingerichtet.

1945 fanden viele Umsiedlerfamilien hier Unterkunft.

1952 zog die Grenzpolizei ein, ab 1961 bis 1990 wurde das Schloss Sitz des Grenzregimentes.

Jetziger Eigentümer ist die Gemeinde Dermbach. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten sind seit 1999 das Bürgermeisteramt, das Standesamt der Verwaltungsgemeinschaft Dermbach im Obergeschoss, die Bibliothek, die Verwaltung der Wohnungsgesellschaft und ein Rechtanwaltsbüro im Erdgeschoss des Hauptgebäudes untergebracht. Die beiden Seitenflügel wurden in den letzten Jahren ebenfalls restauriert und stehen den Vereinen des Ortes zur Verfügung.